Woodwork AG installiert Photovoltaik-Anlage mit knapp 600 kWp im Oberaargau

Über 2000 Module der SI Module GmbH für die Eigenstromversorgung

Freiburg, Huttwil 5. Juni 2013. Die Firma Woodwork AG in Huttwil nimmt eine der grössten privaten Photovoltaikanlagen im Oberaargau (Schweiz) in Betrieb. Mit über 2.000 Solarmodulen auf dem Dach produziert das holzverarbeitende Unternehmen seine Energie selbst. Die Solarstrom-Produktion von ca. 570.000 kWh entspricht dem Strombedarf von 160 Haushalten und ist mehr als die Firma für ihre nachhaltige Produktion verbraucht. Die Premium-Module stammen von dem Solarmodul-Hersteller SI Module aus Freiburg, der unter dem Motto „local for locals“ produziert.

Hersteller aus der Region

„Wir legen Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität und haben daher bewusst Komponenten aus der Schweiz und Europa eingesetzt“, betont Andreas Ruch, Gründer der Woodwork AG. Die Solarmodule stammen von der SI Module GmbH aus Freiburg im Breisgau, bei der sich Ruch vor Ort von der Qualität der Module überzeugen konnte. Die Wechselrichter wurden bei der Schweizer Firma Solarmax in Biel beschafft. „Damit können wir künftig unseren CO2-neutralen Werkstoff Holz mit Sonnenenergie aus europäischer Herkunft verarbeiten“, freut sich der Unternehmer.

Berner Holz-Firma baut auf Sonnenstrom mit SI Module
Berner Holz-Firma baut auf Sonnenstrom mit SI Module
Hohe Leistung, doppelter Nutzen

Auf einer Dachfläche von knapp 4000 m2 erzeugen 2211 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 585 kWp künftig rund 570.000 kWh Solarstrom pro Jahr – das entspricht dem Stromverbrauch von 160 Haushalten. Aktuell beträgt der Stromverbrauch der Woodwork AG rund 450.000 kWh. Einen Grossteil des Sonnenstroms verbraucht die Woodwork AG für die Produktion von Holzleisten und Massivholzprodukten. Zudem dient ein Teil der Photovoltaik-Anlage als Beschattung, womit zusätzlich Energie für die früher notwendige Kühlung gespart und das Klima in den Büroräumen erheblich verbessert wird.

Intelligente Energiebewirtschaftung

Für die Planung und die Realisierung ist die Niederönzer Firma smartvolt AG verantwortlich. Für die Beschaffung der Module war die MBRsolar AG in Wängi zuständig. „Erneuerbare Energie wird noch wertvoller, wenn sie intelligent bewirtschaftet wird“, sagt Stefan Bigler, Geschäftsführer von smartvolt. Die intelligente Energiebewirtschaftung hat zum Ziel, den Eigenverbrauch der selbst produzierten Energie zu erhöhen. Das entspricht auch der Strategie der SI Module GmbH, die auf dezentrale Energieversorgung mit Hilfe von intelligenten Speichersystemen setzt.

Eigenverbrauch lohnt sich

So ist das Recht auf Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms in der Schweiz seit März 2013 gesetzlich verankert. In Deutschland wird der Eigenverbrauch durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Seit April 2012 müssen Anlagenbetreiber zehn Prozent des erzeugten Stroms selbst verbrauchen oder anderweitig vermarkten. Die sogenannte Netzparität ist in Deutschland inzwischen erreicht, das heisst, dass der Selbstverbrauch nicht mehr teurer ist als der Kauf des Stroms vom Versorger. Für die Schweiz wird die Netzparität in den nächsten Jahren erwartet. Deshalb lohnt sich die Installation einer PV-Anlage für den Eigenverbrauch langfristig auch finanziell – so wie bei Andreas Ruch in Huttwill.